Anleitung

So bereitest du dich auf den Einbürgerungstest vor

Von Jasmin Kahriman · April 2026

Hier ist dein Plan: Von Null bis zur bestandenen Prüfung, Schritt für Schritt. Kein Vorwissen nötig, kein teurer Kurs; nur du und 463 Fragen.

Die folgenden zehn Schritte bringen dich strukturiert ans Ziel. Ob du zwei Wochen oder einen Monat Zeit hast; mit diesem Fahrplan schaffst du den Test.

  1. Verstehe, was der Test eigentlich ist

Bevor du loslegst, solltest du wissen, womit du es zu tun hast. Der Test „Leben in Deutschland" besteht aus 33 Fragen, die du in 60 Minuten beantworten musst. Jede Frage hat vier Antwortmöglichkeiten, nur eine davon ist richtig.

Wie viele Fragen du richtig beantworten musst, hängt davon ab, wofür du den Test brauchst:

  • Integrationskurs: mindestens 15 von 33 richtig
  • Niederlassungserlaubnis: mindestens 15 von 33 richtig
  • Einbürgerung: mindestens 17 von 33 richtig

Gut zu wissen: Der gesamte Fragenkatalog umfasst 463 Fragen; 303 allgemeine plus 10 pro Bundesland. Deine 33 Prüfungsfragen werden daraus zufällig zusammengestellt.

  1. Erstelle dir einen Zeitplan

Du brauchst keinen monatelangen Kurs. Mit 2 bis 4 Wochen Vorbereitungszeit und 15 bis 20 Minuten täglich bist du gut aufgestellt. Wichtig ist, dass du regelmäßig übst; lieber jeden Tag ein bisschen als einmal pro Woche fünf Stunden.

Ein einfacher Plan könnte so aussehen:

  • Woche 1: Alle Fragen einmal durchgehen, Themen kennenlernen
  • Woche 2: Schwierige Bereiche gezielt wiederholen
  • Woche 3: Prüfungssimulationen machen, Lücken schließen
  • Woche 4: Letzte Wiederholung und Feinschliff
  1. Lerne die drei Kategorien kennen

Die 303 allgemeinen Fragen sind in drei große Themenbereiche aufgeteilt. Wenn du das weißt, fällt es dir leichter, dein Lernen zu strukturieren:

  • Politik und Demokratie (Fragen 1–150): Grundgesetz, Wahlen, Parteien, Staatsaufbau, Grundrechte
  • Geschichte und Verantwortung (Fragen 151–240): Weimarer Republik, NS-Zeit, DDR, Wiedervereinigung
  • Gesellschaft und Alltag (Fragen 241–300): Rechte, Pflichten, Religionsfreiheit, Gleichberechtigung, Erziehung

Der Bereich Politik ist am umfangreichsten, aber auch am logischsten aufgebaut. Viele Fragen lassen sich mit gesundem Menschenverstand beantworten, wenn du die Grundlagen verstanden hast.

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  1. Lerne die Bundesland-Fragen; geschenkte Punkte

Zu deinem Bundesland gibt es genau 10 Fragen. Drei davon kommen garantiert im Test dran. Das Gute: Diese Fragen sind meistens deutlich einfacher als die allgemeinen Fragen. Es geht um Dinge wie das Landeswappen, die Hauptstadt, den Ministerpräsidenten oder die Koalition im Landtag.

Tipp: Lerne die 10 Bundesland-Fragen als Erstes. Das sind fast geschenkte Punkte, und du brauchst dafür kaum Zeit.

  1. Mach deine erste Prüfungssimulation

Nachdem du die Fragen einmal gesehen hast, mach eine Prüfungssimulation. Dabei bekommst du wie in der echten Prüfung 33 zufällige Fragen und 60 Minuten Zeit. Das Ergebnis zeigt dir, wo du stehst und welche Themen du noch üben musst.

Mach dir keine Sorgen, wenn du beim ersten Versuch nicht gut abschneidest; genau dafür ist die Simulation da. Du bekommst ein ehrliches Bild deines aktuellen Wissensstands.

  1. Übe gezielt deine Schwächen

Nach der ersten Simulation weißt du, wo es hakt. Vielleicht verwechselst du Jahreszahlen, oder du tust dich mit den Fragen zum Grundgesetz schwer. Konzentriere dich jetzt auf genau diese Bereiche. Es bringt nichts, Fragen zu wiederholen, die du schon sicher beantworten kannst.

Geh die falsch beantworteten Fragen nochmal einzeln durch. Lies die richtige Antwort und versuche zu verstehen, warum sie richtig ist; nicht einfach nur auswendig lernen.

  1. Nutze die Übersetzungshilfe, wenn du sie brauchst

Der Test wird auf Deutsch geschrieben, aber das heißt nicht, dass du beim Lernen alles auf Deutsch verstehen musst. Wenn dir ein Wort wie „Gewaltenteilung" oder „Föderalismus" nichts sagt, hilft eine Übersetzung in deine Muttersprache enorm. Du verstehst den Inhalt sofort und kannst dir die deutsche Formulierung besser einprägen.

Auf unserer Plattform kannst du jede Frage in 16 Sprachen übersetzen lassen; nutze das, besonders am Anfang.

  1. Wiederhole die Prüfungssimulationen

Mach die Prüfungssimulation nicht nur einmal, sondern mindestens 3 bis 5 Mal in den Tagen vor deinem Prüfungstermin. So gewöhnst du dich an den Ablauf und das Zeitgefühl.

Dein Ziel: Wenn du regelmäßig 25 oder mehr von 33 Fragen richtig beantwortest, bist du bestens vorbereitet. Dann hast du einen sicheren Puffer über der Bestehensgrenze.

Eine einfache Orientierung ist die 🎯 Prüfungs-Bereitschaft auf unserer Startseite. Sie zeigt dir in einer einzigen Zahl, wie bereit du wirklich bist; sobald sie über 75 % steht, kannst du selbstbewusst in die Prüfung gehen.

Nutze während des Lernens auch die 📝 Notizen-Funktion. Zu jeder Frage kannst du deine eigene Eselsbrücke oder Erklärung speichern. Das hilft besonders bei komplexen Themen, die du dir sonst schwer merken kannst.

  1. Melde dich zur Prüfung an

Den Einbürgerungstest legst du bei einer Volkshochschule (VHS) oder einem anderen zugelassenen Prüfungszentrum in deiner Nähe ab. Die Anmeldung läuft meistens direkt über die VHS-Website oder vor Ort.

Was du wissen solltest:

  • Die Prüfungsgebühr beträgt 25 Euro
  • Du brauchst einen gültigen Ausweis oder Reisepass zur Anmeldung
  • Termine gibt es in der Regel alle paar Wochen; melde dich rechtzeitig an, damit du deinen Wunschtermin bekommst
  1. Der Prüfungstag; so läuft es ab

Am Prüfungstag bekommst du einen Fragebogen mit 33 Fragen und einen Antwortbogen, auf dem du deine Antworten ankreuzt. Alles wird auf Papier geschrieben, nicht am Computer. Stifte und Material werden gestellt.

Ein paar Tipps für den Tag selbst:

  • Sei 15 bis 20 Minuten früher da
  • Bring deinen Ausweis und die Einladung mit
  • Handys und elektronische Geräte sind im Prüfungsraum nicht erlaubt
  • Lies jede Frage sorgfältig; achte besonders auf Wörter wie „nicht" oder „kein"
  • Du hast fast zwei Minuten pro Frage; lass dich nicht hetzen

Bleib ruhig. Wenn du nach diesem Plan gelernt hast, bist du vorbereitet. Die Bestehensquote liegt bei über 96 %; die meisten schaffen es, und du wirst das auch.

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